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Iaido

Der Krieger zieht sein Schwert, wenige schnelle Schritte…schüttelt das Blut ab und führt das Schwert   wieder in die Scheide. Perfekt Harmonie, keine überflüssige Bewegung und doch sind Kraft und  gezielte Aggressivität zu spüren


Iaido ist die „Kunst das Schwert zu ziehen“. Geübt wird mittels Kata, das sind festgelegte Bewegungsabläufe an denen exemplarisch eine reale Situation nachgestellt wird. Das Kata als solches ist die Essenz des Schwertkampfes. Anstelle des scharfen japanische Katana wird beim Iaido entweder ein  Holzschwert (Bokken) oder ein stumpfes Übungsschwert (Iaito) benutzt. Ein Iaidoka trägt üblicherweise einen weißen oder indigoblauen Keikogi  (Jacke), welcher mit einem Obi (Gürtel) zusammengehalten wird und einen  Hakama. Der Obi dient als Schwertgurt und hält die Saya, die  Schwertscheide.

Geübt wird Iaido in Form von Kata, einer stilisierten Form des Kampfes  gegen imaginäre Gegner: Das Ziehen des Schwertes (Nuki Tsuke), einige  weitere Schnitte (Kiri Tsuke), das Abschütteln von Blut (Chiburi) und Noto,  das Zurückführen des Schwertes in die Saya. Es gilt einen plötzlichen Angriff effektiv abzuwehren um wiederum den Gegner anzugreifen und unschädlich zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen sind die Abläufe im Iaido auf das Wesentliche konzentriert, jede überflüssige Bewegung wird weggelassen. Die Technik ist direkt und simpel.

Das Wort Iaido setzt sich aus drei Silben zusammen: “I” bedeutet Sein, „AI“ ist die  Harmonie und „DO“ der Weg. Die wörtliche Übersetzung für Iaido ist also „der Weg des harmonischen Seins“. Innerhalb des Budo ist der Weg ein wesentlicher Bestandteil der Lehre. Das Ziel beim Iaidō ist, sich auf die exakte und sichere Ausführung der Kata zu konzentrieren und dabei eine Einheit von Körper, Geist und Schwert zu entwickeln. Im Vordergrund steht damit also nicht dass Besiegen des Gegners sondern auch der Kampf mit dem eigenem Charakter.

Um eine Kata technisch perfekt auszuführen und dennoch die Kraft und innere Ruhe zum Ausdruck zubringen erfordert viel Übung. Die Kata werden unzählige Male wiederholt immer mit dem Ziel der perfekten Ausführung.  Im Laufe seines Trainings durchläuft der Iaidoka drei Phasen: In der ersten Phase (shu) versucht der Schüler den Meister zu kopieren und die Bewegungen der einzelnen Kata zu verinnerlichen. In der nächsten Phase (ha) analysiert der Schüler die Technik und lernt die Abläufe zu verstehen. In der dritten Phase erkennt der Iaidoka den größeren Sinn der Bewegung.

 

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